Über uns

Zur Situation der Flüchtlingshilfe auf den Härten

momentan sind ca. 100 aktive Helfer für  die Flüchtlingshilfe Härten tätig, weitere ca. 30 haben sich bereit erklärt zu helfen, wenn  Hilfe nötig ist. So waren wir in der Vergangenheit immer in der Lage schnell auf neue Situationen und  zusätzlichen Hilfebedarf zu reagieren. Insgesamt betreuen wir mehr als 110 Asylbewerber in der Erstunterbringung und weitere ca. 30 Menschen, die mit ein- bis dreijährigem Aufenthaltsrecht auf den Härten wohnen.
​Die Aufgaben sind vielfältig:
-Die Familien und Einzelpersonen werden durch sogenannte „Paten“ betreut. Das bedeutet, dass die frisch angekommenen, begrüßt werden, dass sie soweit notwendig bei Behördengängen begleitet und unterstützt werden, dass man Ihnen Einkaufsmöglichkeiten und Einkaufszeiten erklärt, die Wege und Öffnungszeiten der Kleiderkammer, der Tafel, etc. erklärt und sie gegebenenfalls begleitet. 

-Die Paten können, soweit sie selbst keine Zeit haben, Helfer anfordern, die kranke Menschen zu Arzt- oder Klinikterminen begleiten. Häufig muss dafür auch ein Übersetzer organisiert werden.

-Alle Kinder erhalten Schul- bzw. Kindergartenbegleiter, die die Kommunikation mit Schule und Kindergarten unterstützen und bei der Integration der Kinder helfen.

-Neuankömmlingen werden bei der Suche und der Anmeldung zu Sprachkursen und beim Lernen unterstützt. Für Menschen, die keine oder noch keine Deutschkurse besuchen können, unterhalten wir eigene ehrenamtliche Sprachkurse.

-Die neuen Bürger werden bei der Arbeitssuche unterstützt. Neigungen, Fähigkeiten und Berufserfahrungen ermittelt, um daraus gemeinsam Bewerbungsunterlagen zu erstellen.

-Es findet einmal wöchentlich ein Begegnungscafé statt, das für alle Gemeindemitglieder, für die neu angekommenen und die alt eingesessenen offen ist.

-Kinderbetreuung, Bastelnachmittage, Wald- und Feldspaziergänge, Ausflüge zu Events in den umliegenden Städten und vieles mehr wird von den Helfern organisiert und angeboten und durchgeführt, bei Meinungsverschiedenheiten in den engen Unterkünften wird vermittelt und deeskaliert.

-Ziel ist es die neuen Nachbarn willkommen zu heißen und so schnell als möglich ins „normale“ Dorfleben zu integrieren.

In Kusterdingen leben "Im Kohl" einige Familien vom Balkan. Die Helfer dort freuen sich auch über Unterstützung. Ein Wort zu Flüchtlingen vom Balkan:
Jeden Tag hört und liest man in den Medien: die "Balkanesen" werden sowieso so bald wie möglich abgeschoben, haben kein Bleibeperspektive (könnte Unwort des Jahres werden). Warum soll man sich hier überhaupt engagieren? Das ist unserer Meinung nach so nicht richtig, denn es kann nicht pauschal über die Fluchtursachen und das aus unserer Asylgesetzgebung resultierende Bleiberecht geurteilt werden. Es sind Menschen, die gekommen sind und zwar nicht freiwillig. Hätten diese Leute ein halbwegs auskömmliches und diskriminierungsfreies Leben in ihrer Heimat, wären sie nicht hier. Wenn zum Beispiel jemand in Albanien von der immer noch existierenden Blutrache bedroht wird, hat er mehr als genug Grund zu fliehen. Das gleiche gilt für die in Mazedonien diskriminierten und ausgegrenzten Roma. Kinder können dort nicht zur Schule gehen, weil sie dort täglich verprügelt werden. Die Polizei schützt sie nicht, eher das Gegenteil ist der Fall. Väter finden keine Arbeit, weil sie Roma sind und können ihre Familien nicht ernähren. 

Zur Organistationsform der Hilfe/Rolle der Paten
Es hat sich gezeigt, daß die Paten das wichtigste sind und anstehende Aufgaben und Bedürfnisse auf die Helfergruppe verteilen, bzw. als Gruppe in Zusammenarbeit mit der Koordinationsgruppe die Dinge bearbeiten und lösen. Eine Überorganisierung in vielen einzelnen Zuständigkeitsbereichen (Sprache, Medizin, Beschaffung, Sonstiges) hat schlicht so nicht funktioniert. Aber nichts desto trotz ist es wichtig, daß die Paten Untertützung bekommen. Sie können nicht alles allein schultern. Wenn es um Beschaffung von Wohnraum (Anschlussunterbringung) oder Arbeitsplätzen geht, ist ein gut funktionierendes Netzwerk wichtig.

Zur Website
Es hat sich auch gezeigt, daß die Gruppenmitglieder fast nie etwas auf der Website veröffentlich haben, obwohl jede und jeder dafür ein Zugangsberechtigung bekam. Das ist nicht schlimm und keine Kritik. Ich habe diese Zugänge nun weitgehend gelöscht und freue mich aber trotzdem über Beiträge und Ankündigungen, die mir per Mail zugeschickt werden : info@werbeagentur-reinhardt-schauecker.de und die ich dann gern auf die Website stelle. Ich habe die Seite folglich entrümpelt, das heißt viel gelöscht, vor allem die Orga-Gruppen,  und Mailadressen die so nicht mehr benötigt werden und neue Mailadressen angelegt:
Es gibt nun paten-wankheim@fluechtlingshilfe-haerten.de und paten-maehringen@fluechtlingshilfe-haerten.de Damit haben die PatInnen ein eigene Verständigungsmöglichkeit und es gehen nicht so viel Mails an Leute, die es gerade nicht betrifft.
Natürlich lege ich gern von Gruppen, die das wünschen wie zum Beispiel der Cafe-Gruppe in Mähringen neue Mailadressen und Verteiler an, die das Arbeiten und die Kommunikation untereinander befördern. Allerdings zeigt sich, das der Griff zum Telefon oft schneller und direkter ist.